Der gesamte Tag war natürlich für die Sonnenfinsternis reserviert. Der Platz, den wir uns am Vortag bereits angesehen haben, konnten wir auch heute wieder nutzen.
Wir waren gegen 13 Uhr vor Ort gewesen. Die Entscheidung war definitiv gut. Ab ca. 16 Uhr füllte es sich bis Abends zur Sonnenfinsternis merklich. Im Laufe des Nachmittags stieß dann noch die von uns unabhängige Reisegruppe dazu, um die Sofi bei uns mit zu schauen.
Aber statt vieler Worte gibt’s heute nur Bilder. Direkt aus der Kamera, komplett unbearbeitet!



Neben meinen beiden Hauptkameras kam noch ein altes Handy zum Einsatz für eine Zeitrafferaufnahme und ein Datenlogger mit Temperatur, Helligkeit, Luftdruck, IR, UV und Windmesser – all diese Daten muss ich auf den Laptop übertragen, sichten und aufbereiten/nachbearbeiten. Vermutlich wird es die endgültigen Ergebnisse erst einige Zeit nach der Reise geben.

Zur totalen Sonnenfinsternis muss ich nicht viel sagen. Es ist jedesmal wieder ein besonderes Erlebnis. Auch wenn es schon meine 7. „Totale“ war, kommen bestimmt noch einige hinzu. Eine totale Sonnenfinsternis sollte jeder ein Mal in seinem Leben Erleben! Die schönen Fotos, die auch hier auf dieser Seite zu sehen sein werden, geben noch nicht mal im Ansatz das Naturerlebnis wieder! Man muss aber auch viel Leidensfähigkeit mitbringen, gerade bei der diesjährigen Sofi, war es besonders heiß. Bis zu 39°C und diesmal von 13Uhr bis 21Uhr in der Hitze und der prallen Sonne. Da ist eine gute Vorbereitung wichtig. Zuallererst viel Trinken mitnehmen und gut mit Sonnenschutzfaktor 50 eincremen. Bei mir hat es zumindest gut funktioniert, denn ich habe mir keinen Sonnenbrand zugezogen. Zwei aufgespannte Sonnensegel und ein Hut mit breiter Krempe boten zusätzlichen Schutz. Das am Tag zuvor durchgeführte Scouting war wichtig und richtig. So konnten wir uns schon am Vortag einen Eindruck vor Ort machen. So wussten wir vorher, dass es ab 16 Uhr voll werden würde, da es zuallererst ein Badesee für die lokale Bevölkerung ist (also zeitig da sein). Somit war uns klar, dass am Folgetag noch voller wird. Wir hatten auch eine Backupvariante in einem Park in Ponferrada. Beide Plätze hatten seine Für und Wider. Letzten Endes war die Entscheidung pro See einstimmig obwohl ich selbst einige Bedenken bezüglich Hitze und wenig Schatten hatte. Aber letztlich war es schon aufgrund der zu erwartenden schönen Bilder (tiefer Sonnenstand inkl. Reflexionen auf der Wasseroberfläche) sowieso die Nr.1 auf der Liste von Stefan. Einen entscheidenden Vorteil hatte der See natürlich: Man konnte sich gut zwischendurch abkühlen und für die anwesenden Kinder war es natürlich besonders toll im See zu „planschen“. Etwas gibt es dann doch zu beanstanden, nämlich die nicht vorhandenen Sanitäranlagen vor Ort! In so einem Fall esse ich im Vofeld nur wenig, so dass ich nicht Müssen muss. Das was man trinkt schwitzt man eh wieder aus! Und so war es dann auch. Mir ist aber aufgefallen, dass es in den etwa 100m entfernten Sträuchern zwischen den Bäumen etwas streng riecht und einiges an Papier herumliegt. Wenn man sich also doch mal ins Gebüsch verziehen muss, sollte man aufpassen, wo man hintritt. Ich habe es mir verkniffen! Einziger Vorteil ist, daß alles bei dieser Hitze ganz schnell staubtrocken ist. Insgesamt ist der Waldboden in Spanien z. Zt. verdammt trocken und dazu mit (noch viel trockenerem) Unterholz. Da reicht ein Funke und alles brennt wie Zunder!