Der heutige Tag war dem Location-Scouting vorbehalten. Neben dem bereits mittels Google-Maps und Streetview bereits vor der Reise recherchierten Beobachtungspunkt sollten auch weitere Kandidaten besichtigt werden.
In Ponferrada selbst gibt es eine Großveranstaltung im Castillo de Ponferrada. Im inneren Bereich der Burg mit 800 Besuchern und im Bereich davor mit Platz für bis zu 19.000 Leuten. Nach dem Frühstück sind wir entsprechend zuerst zur Burg. Vor Ort haben wir die lokale Touristeninformation aufgesucht. Der Mitarbeiter vor Ort hat uns an den Veranstalter verwiesen und konnte uns bzgl. der Möglichkeiten zum aufstellen von eigenem Equipment nicht weiterhelfen. Allerdings hatte er noch ein paar Tipps bzgl. guter Standorte außerhalb der Veranstaltung.
Die Möglichkeit das Equipment im Castillo aufzustellen haben wir relativ schnell verworfen. Für den Eintritt ins Castillo ist eine Eintrittskarte nötig – sicher interessant, aber so viel Zeit hatten wir heute nicht, dass das Sinn gemacht hätte. Dazu kam, dass der Mitarbeiter am Eingang uns sagte, dass keiner vom Veranstaltungsteam vor Ort sei.
Im Anschluss haben wir noch 2 weitere Punkte in Ponferrada besichtigt. Ein Punkt am Rand eines Parks mit guter Sicht nach Westen kam in die engere Auswahl. Vorteil hier ist, zum einen, dass es von unserem Hotel durchaus zu Fuß erreichbar wäre (wenn auch mit dem Equipment nicht wirklich in Betracht gezogen) und zum anderen, dass genug Infrastruktur drumherum ist. Durch die Bäume im Park ist auch genug Schatten vorhanden.
Nachdem die möglichen Beobachtungspunkte in Ponferrada besichtigt waren, ging es erst mal kurz in einen Supermarkt um was zu Essen zu kaufen. Danach ging es dann weiter an den Standort, den ich schon vor der Reise ausgesucht hatte – das östliche Ufer vom „Embalse de Barcena“. Das ist ein Stausee, ca. 20 Autominuten von Ponferrada entfernt. Der Punkt wurde auch von den anderen Mitreisenden favorisiert. Da wir bereits mit diesem möglichen Beobachtungspunkt bereits vor der Reise recherchiert hatten, hatten wir auch ein Sonnensegel dabei, um für etwas Schatten zu sorgen, den es am Ufer natürlich nicht gab.
Im Laufe des Tages kam noch die Anfrage der dritten Reisegruppe, die unabhängig von uns eine Rundreise machte, ob sie mit zu unserer Location kommen können. Platz genug sollten wir vor Ort haben, allerdings wir es unter dem Sonnensegel mit weiteren 5 Personen (2 Erwachsene, 3 Kinder) recht eng. Also noch mal in den nächsten Baumarkt gefahren und nach einem Sonnensegel Ausschau gehalten. OK – am Ende waren wir insgesamt 3x in 2 unterschiedlichen Baumärkten. Neben dem Sonnensegel haben wir noch ein paar andere nützliche Sachen besorgt. – Dazu morgen vielleicht mehr.
Nach der Baumarkt-Orgie ging es noch mal an den Stausee mit einem Teil des Equipments, um ein paar Testaufnahmen genau einen Tag vor der Sonnenfinsternis zu machen, um einen Eindruck der örtlichen Gegebenheiten zu erhalten.





Wer in Ponferrada ist, sollte unbedingt das Castillo besuchen. Von dort hat man einen schönen Ausblick auf die Stadt. Leider hatten wir keine Zeit dazu. Soweit ich es in Erinnerung habe, kostet der Eintritt 6€ für Erwachsene. Ponferrada selbst hat viele „Immobilien mit Potenzial“, wie mein Bruder Stefan sagen würde!😉 D.h. es gibt doch einige sanierungsbedürftige Gebäude. Auch stehen viele kleine Läden leer. Offensichtlich sind auch hier viele Einzelhändler der Konkurrenz des Onlinehandels und der großen Handelsketten nicht mehr gewachsen! Allerdings gibt es auch viele gut erhaltene bzw. schön sanierte Gebäude. Gastronomie gibt’s mindestens doppelt, wenn nicht dreimal soviel, wie in vergleichbar großen deutschen Städten. Was uns aber auch aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass viele Händler gar nicht oder nur unzureichend auf die Sofi vorbereitet waren. Irgendwelches Sofi-Zubehör (T-Shirts, Kappen etc.) war bei keinem der Händler (zumindest wo wir waren) zu finden. Mein Bruder hatte für Alle aus der Reisegruppe ein T-Shirt mit einem schönen Moriv via Internet vorbestellt, das wir dann bei einem lokalen Händler abholen konnten. Aber wie gesagt spontan etwas Kaufen ging nicht. Leider hatte ich meine Sofi Brille zu Hause vergessen und aus o.g. Gründen war es schwer ein Geschäft zu finden, welches Sofi Brillen verkauft. Glücklicherweise wurden wir dann an einem Zeitungskiosk fündig. Der Tip dazu kam dankenswerterweise auch von einem der Händler. Da haben wir uns gleich ein paar mehr gekauft. Das war auch gut so, da am Tag der Sofi noch eine Familie zu uns stieß, die auch zu wenig davon hatten. Im Gegensatz zu den Händlern, war die Presse sehr gut auf die Sofi vorbereitet. Gleich mehrere Zeitungen berichteten ausführlich in mehrseitigen Artikeln über das bevorstehende Ereignis. Ich kann zwar kein spanisch, aber ich habe mir trotzdem Zwei Zeitungen an dem Zeitungskiosk geholt. Einmal die „Elmondo“ und dann noch eine lokale Zeitung. Dank Übersätzungsapp kann man so etwas heutzutage auch ohne Spanischkenntnisse lesen.